May 6th, 2013

Bibliomanie

Von der sich so manifestierenden Bücherliebe zur Bibliomanie, bei der die Bücherleidenschaft krankhafte Formen annimmt, ist nur ein Schritt, und die Grenze ist leicht übertreten.

Ludwig Bielschowsky, Der Büchersammler, 1972

Gastrosophie

Eugen von Vaerst

Gastrosophie

Erster Theil

Leipzig

1851

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Der Gourmand ist begierig auf Alles, was gut schmeckt, ohne Rücksicht auf die Gesundheit, auf das Maß und die Gesetze der Grazien. Er gibt, wenn er vollgefüllt ist, auf ferneres Zureden zum Zulangen allenfalls die wehmütige Antwort: Ich danke, und wenn es Gift wäre, so gern ich sterben möchte. Der Gourmet ist bloß lüstern, doch nur all Dem, was Zunge und Auge anlockt. Aber der Gastrosoph wahlt aus dem Gute das Beste, in schönster Form, mit gewissenhafter Rücksicht auf Gesundheit und Schicklichkeit. Der Engländer ist meist Gourmand, die Frauen sind fast immer nur Gourmets, die Franzose und manche gebildete Deutsche sind oft Gastrosophen.
[emphasis added]
via http://hohleinsidler.livejournal.com/15302.html#comments

to have many books, and never to use them

Affect not, as some do, that bookish Ambition, to be stored with books, and have well furnished Libraries, yet keep their heads empty of knowledge. To desire to have many books, and never to use them, is like a child that will have a candle burning by him all the while he is sleeping.

Henry Peacham's Compleat Gentleman, London, 1622